Der Sterbeprozess – Aus dem Alltag einer Sterbeamme und Coachin

Was passiert mit unserem Leib in den letzten Zügen des irdischen Lebens?

Wir alle sind täglich mit dem Prozess des Sterbens und dem Tod umgeben. Sind Sie sich dessen bewußt?
Denken Sie über Ihre eigene Sterblichkeit nach?
Sonntags schauen sich ca. 8,5 Mio Deutsche den Tatort im Fernsehen an, Jugendliche spielen am Computer Kriegsspiele, wir sehen den kriegerischen Stand der Welt täglich in den Abendnachrichten, essen vllt Fleisch, sehen den Kreislauf der Jahreszeiten, die Vergänglichkeit von Lebensmitteln, immer neue Lebensabschnitte, unser Altern und ein Jahresrückblick folgt dem nächsten … aber nehmen wir wirklich wahr, das wir es sind, die sterblich sind?

Wir sind alle endlich hier auf Planet Erde mit unserer Hülle. Unser letzter Atemzug kommt, nichts ist so sicher wie der Tod!

Legen wir aber mal die düsteren Bilder von Krieg und Ermordung zur Seite und öffnen uns für die spannende Reise, die unsere Seele eines Tages aus unserem Körper nimmt.
Der Tod ist wissenschaftlich gesehen das Aussetzen der organischen Tätigkeit jedes menschlichen, tierischen oder pflanzlichen Lebewesens. Geistig gesehen ist der Tod die Trennung von Seele und Leib.
Schauen wir uns jetzt mal unser menschliches Sterben an. Sterben ist immer individuell. Archetypisch ist hierzulande das Sterben in älteren Jahren, in einer Einrichtung, an mehreren chronischen Krankheiten und mit dem Eintrüben des Bewusstseins.
Hingegen der Annahme, dass Bewusstlosigkeit die Sinne trübt, raten Palliativfachkräfte dazu, mit dem Sterbenden ganz natürlich umzugehen, ihn zu berühren, mit ihm zu sprechen. Die letzten Sinne die gehen werden, sind der Geruch und das Hören. Sie nehmen vor dem Sterben sogar zu!
Aber was macht uns Menschen solche Angst beim Thema Tod und kann man sie uns nehmen?
Die Angst ist häufig nicht die vor dem Tod sondern die vor dem Sterben, vor unaushaltbaren Schmerzen, Atemnot, dem Leiden und Siechen.
Körperliche Schmerzen sind gut behandelbar, die Medizin hat viele wirksame Mittel, die helfen den Schmerz größtenteils verstummen zu lassen.
Was der Medizin nicht gelingt, ist es, den seelischen Schmerz zu nehmen, unausgesprochene Worte, Streitereien, Unerledigtes, versäumte Chancen, ein nicht gelebtes Leben, den Abschied. Hier kann ich als Sterbeamme helfen. Ich schaue mir die Themen mit Ihnen an und versuche den seelischen Schmerz mit medikamentenfreier Anxiolyse, Bilderstellen, einem geistigen Weltbild und vielem mehr zu nehmen. Deshalb erachte ich es auch als so wichtig, das wir uns mit unserer Sterblichkeit auseinandersetzen.

Nichts ist so sicher wie der Tod.

Atemnot kann ein geistiges Thema sein. Angst, Angst vor dem Ersticken und Loslassen, lässt uns nicht frei atmen. Unser Atemrhythmus wird gestört und es kann zur Atemnot kommen.
Gemeinsames ruhiges Atmen kann hier helfen, die Atmung zu normalisieren. Leichte Einreibungen, Raumduft mit ätherischen Ölen, frische Luft können den Sterbenden „normaler“ atmen lassen. Auch hier kann die Medizin zur Not unterstützen.
Davon zu unterscheiden ist natürlich der Erstickungstod. Hier hilft sich die Natur aber ganz wundervoll selbst. Wenn die Lunge versagt, steigt das Kohlendioxid im Blut an. Wie bei einer Rauchvergiftung. Der Wert steigt und der Mensch verliert das Bewusstsein. Danach erst stirbt der Mensch an Sauerstoffmangel.

Was ist typisch in den letzten Tagen des Lebens hier auf Erden?

Da der Körper beginnt seinen Stoffwechsel runter zu fahren, lassen Hunger und Durst nach. Der Urin wird dunkler, die Verdauung träge.
Der Puls wird schwächer und die Durchblutung konzentriert sich auf die wichtigsten Organe. Fingerspitzen und Zehen werden bläulich und kalt.
Die Atmung wird flacher und bekommt Aussetzer, es kann zu rasselnden und röchelnden Geräuschen kommen, da der Hustenreflex aussetzt.
Sterbende sind häufig müde und abwesend, teils wirken sie verwirrt. Traum und Wirklichkeit beginnen nämlich zu verschwimmen. Einige Seelen schwingen sich schon in die geistige Welt ein.
Zunehmend wird auch die Muskulatur schwach, der Mund steht offen, die Wangen sinken ein und die Nase und der Mund bilden ein Todesdreieck. Die Haut wird blass und an der Körperunterseite bilden sich bläuliche Flecken. Die Seele bereitet sich auf den Auszug vor.
Unser Tod ist unausweichlich und individuelle wie unser Leben und ähnelt häufig sogar unserer Geburt, unserem Beginn hier auf Erden. Haben Sie keine Angst sich damit zu beschäftigen. Die Natur hat alles wundervoll eingerichtet und für alles Ungeklärte können wir uns jetzt Zeit nehmen. Wir können vorbereiten was bleiben darf, wie es werden darf, ob wir für uns etwas ausschließen, z.B. zum Thema Organspende und lebensverlängernde Maßnahmen, und noch vieles mehr.

Nur Mut! Es nimmt Angst, die Dinge angeschaut zu haben!

Wenn Sie wissen möchten, was Sie für Ihre Liebsten tun können oder sich mit Ihrer eigenen Sterblichkeit beschäftigen möchten, sind Sie herzlich eingeladen mich zu kontaktieren.
Gerne sehen wir uns ganz persönlich Ihre Themen rund um das Sterben an. Oder besuchen Sie gern einen meiner Kurse zum Thema Sterblichkeit.